Montag, 27. Dezember 2010

Wie wir unser erstes Weihnachten in Neuseeland verbracht haben


Um uns auf Weihnachten einzustimmen, dachten wir, dass es nicht schaden kann, ein paar hübsch dekorierte Häuser anzusehen. Also haben wir uns die "Light up Nelson 2010"-Map heruntergeladen und ein paar der Adressen abgeklappert. Wir waren nicht die einzigen, vor manchen Häusern gab es regelrecht Stau und wir haben mit vielen stolzen Besitzern gesprochen. Alles in allem alles eher amerikanisch als europäisch. Immerhin hat Markus nostalgische Erinnerungen an Schnee bei der Aufblasweihnachtsschneekugel gehabt.

Gartendeko
Und hinterm Haus gings erst richtig los...
Unsere ersten Weihnachtsfeiertage in Neuseeland haben wir in Anakiwa verbracht. Die Hauptzutaten waren Sonne, Boote, Meer und dann wie zu Hause viel zu viel zu essen und ziemlich viel Wein.

Am 23., unserem letzten Arbeitstag, sind wir abends nach Anakiwa gefahren, im Kofferraum Essen für eine ganze Horde. Der 24. begann dann leider mit heftigem Sturm und Regen. Wir haben die Chance genutzt und sind endlich ins Fliegermuseum in der Nähe von Blenheim, mit der größten Sammlung über den Roten Baron. Die vermutet man jetzt nicht wirklich unbedingt in Neuseeland. Als wir das Museum verlassen haben, schien die Sonne und wir haben den Rest des Tages mit Schwimmen, Relaxen und Vorbereitungen zugebracht und Shayne war dankbar für alle, die erschienen sind, wollte er doch unbedingt noch eine Blechhütte umsetzen. Abends wurde gegrillt und wir saßen mit Gästen und anderen Freunden von Shayne und Tanya zusammen. Weihnachten war aber kein Thema, das findet alles erst am 25. statt. Auf gleich zwei Grills wurde gebrutzelt was das Zeug hielt, vieles schon für den nächsten Tag.
Wettgrillen

Am Morgen des 25. hörte man von Weitem ein lautes Ho ho ho, Musik und ein Schiffshorn. Alle waren ganz aufgeregt, denn Santa hat sich angekündigt, um Lollies auf den Steg zu werfen und sich sehen zu lassen.

Zurückgekehrt mit den gefangenen Lollies haben wir zu Ende gefrühstückt und unsere Bescherung draußen in der Sonne unterm Weihnachtsbaum gemacht.
Im Hostel sammelten sich derweil mehr und mehr Leute und die Flotte vor Anker wuchs auf 3 Schiffe. Leider hat die Kapazität immer noch nicht gereicht, um alle Leute, das ganze Essen und Trinken, Decken, Sonnenschirme und und und auf einmal mitzunehmen.
Typischer Weihnachtslook :-)

Kurzerhand wurde deswegen eine näher gelegene Bucht ausgewählt und ein Boot durfte nochmal zurückfahren. An Shaynes Boot hing ein so genannter Seabiscuit beladen mit Actionsuchenden. Angekommen wurde es eine lustige Runde.
Action

Picnic
Nach dem Essen (von dem natürlich jede Menge übrig blieb) wurde geschwommen, palavert und der Tradition gefröhnt: Christmas-Cracker! Ein Knall-Bonbon gefüllt mit einer Papierkrone, einem Witz und einem Plastikspielzeug. Das Spielzeug braucht wirklich niemand und bescherte uns mal wieder einen Fingernagel, diesmal in rot, aus Plastik und zum Aufstecken.
Christmas-Cracker

Gegen Nachmittag und vor allem vor Beginn der Ebbe ging es zurück, da zwei der Boote wieder auf den Hänger mussten, was nur bei Flut geht. Gar nicht so schlimm, da gab es dann Zeit sich auszuruhen, sich im Schatten aufzuhalten und den Magen zur Ruhe kommen zu lassen. Ganz so zur Ruhe kam der Magen dann doch nicht, weil wir zum Kaffeetrinken in das Nachbarhostel eingeladen waren. Die Besitzer haben wir damals auch kennen gelernt und sie waren beim Picknick am Strand dabei, hatten ihr Tiramisu (Pudding) aber zu Hause im Kühlschrank gelassen. Pudding steht in NZ für jeden beliebigen Nachtisch... man weiß also nie so genau, was man bekommt.

Der Abend klang feuchtfröhlich mit einer Weinprobe aus, die uns nach der Sonne wirklich den Rest gegeben hat. Besonders für uns ganz toll, da es ausschließlich Weine aus Nelson gab und wir dabei einen super Riesling entdeckt haben. Anschließendwurden die Reste verzehrt und alle Flaschen ausgetrunken. Ein australischer Backpacker, der tatsächlich am 25. vom Queen Charlotte Track kam, durfte sich ebenfalls integrieren.
19:00 Uhr, immer noch hell.

Auf dem Heimweg nach Nelson wollten wir zwei Stopps einlegen. Einen an einer alten Goldmiene, mussten diesen Stopp jedoch aufgrund einer unpassierbaren Furt aufgeben. Den zweiten an einem sehr schönen Flusstal, ungefähr auf der Hälfte der Strecke. Dort gibt es einige kürzere und längerer Walks und zwar sehr einladende aber eiskalte Schwimm-Möglichkeiten. Wir haben beschlossen, es bei einer Rast zu belassen, nachdem wir es gerade so bis zu den Knien reingeschafft haben. Auf den Steinen am Ufer durfte man sich dafür die Fußsohlen verbrennen.
Rast am Fluß


Insgesamt hatten wir ein wunderschönes Weihnachten. Ganz anders als zu Hause und sehr ungewohnt, aber wir haben es genossen und es war ein schönes Erlebnis.

Der ganz typische neuseeländische Weihnachtsbaum heißt übrigens Pohutukawa und blüht ganz rot um Weihnachten rum. In der Sonne strahlen die Blüten richtig und man braucht keine Deko mehr.
Pohutukawa in Nelson

Montag, 20. Dezember 2010

14.12.2010

Hey, vielen Dank für eure Geburtstagsgrüße zu meinem 1. Geburtstag (im Sommer).


Markus hat mir einen Minikuchen gebacken, den wir uns zum Frühstück geteilt haben, und einen normalgroßen, den ich mit ins Büro nehmen konnte. Abends waren wir im Café Olive essen.
Christine

Café Olive - da war ich auch an meinem 20. Geburtstag drin, nur in Frankreich und mit Solveig

Kiwi - auf dem Nachhauseweg gespottet

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Leben und Weihnachtszeit in Nelson 5. Dezember 2010

Da sind wir mal wieder!

Ja, wir wissen! Lange nix geschrieben und jetzt auch noch so eine lange Lücke... Was uns natürlich besonders ärgert ist, dass der Skifahrbericht jetzt sogar in die deutsche Zeit passt. Ok, hier was noch (irgendwann) kommt und die grobe zeitliche Einordnung:

- Bericht über den Queen Charlotte Track - Ende Juli
- unsere Zeit als Hostelsitter in Anakiwa - August
- unsere Erlebnisse in der Golden Bay - September
- Hanmer Springs, Christchurch nach dem Beben und Akaroa - Ende September
- Jobsuche in Wellington - Oktober, November
- Neues Leben in Nelson - Ende November bis heute

Bevor wir zum Wichtigsten kommen, der Weihnachtszeit, der Geburt des Heilands und des größten Werbecoups aller Zeiten, dem Coca-Cola roten Santa Nikoclaus, zum Zweitwichtigsten:

Wir leben jetzt in Nelson, haben beide einen Job hier gefunden und uns ein kleines Häuschen mit Palmen im Garten und Holzofen gemietet und werden für eine längerer Zeit hier bleiben. Christine arbeitet bei einer kleinen Firma und kümmert sich um organisierte Auslandsaufenthalte für deutsche Schüler in Nelson und hat eine Festanstellung. Damit war klar, wohin wir ziehen. Markus hat erstmal einen 2 Monatsvertrag, ebenfalls in Nelson und viele Ideen wie es danach weitergeht (Arbeiten in Nelson, Pendeln nach Wellington, Studieren am NMIT oder was sonst so auftaucht). Dass er auch und so schnell was in Nelson gefunden hat, ist trotz eines vorerst kurzen befristeten Vertrags bemerkenswert, da Nelson doch recht klein ist. Mit 70.000 Einwohnern aber wiederum für Neuseeland recht ordentlich, weswegen es auch jede Menge Unterhaltung, Bars, Clubs und tolle Cafés gibt. Sogar ein 3D-Kino. Eingerichtet haben wir uns über Trademe, dem hiesigen Ebay, Flohmärkten und der ein oder anderen Spende von Nachbarn und Kollegen. Wir besitzen sogar eine Frontloader-Waschmaschine, was unter Kiwis für echtes Kopfschütteln sorgt. Am Antrag für die Permanent Residence arbeiten wir ebenfalls und dieses Thema wird uns sicher das ein oder andere Mal beschäftigen.

Nelson: Top of the South Island

Our new little Cottage
 
The garden

Seaview (out of some windows)

Palmtree and bench in the garden

Guestroom - you're welcome to visit us!
So, jetzt ist hier in Neuseeland Sommer und der Wettstreit Nelsons mit den anderen Sonnenstädten Neuseelands ist im vollen Gange. Nelson liegt zur Zeit knapp vor Whakatane und der ewige Konkurrent Blenheim ist dieses Jahr deutlich abgeschlagen. Wir erwarten rund 2500 - 2600 Sonnenstunden für Nelson dieses Jahr, die besten Städte in Kalifornien bekommen so ca. 3000 :-)
Also alles viel zu warm, um in echte Weihnachtsstimmung zu kommen. Da kam die Christmas-Parade gerade recht und mit 15.000 anderen haben wir uns die diesjährige Parade reingezogen. Die ganze Parade dauerte ungefähr 1 Stunde, 60 Gruppen unter der Leitung des Zugmarschalls Huup Waagen, cooler Name, oder? Trotzdem alles in allem für nen Mainzer nicht sonderlich beeindruckend. Vor allem der sehr geringe Lärmpegel, kein Helau oder wenigstens andauerndes "Merry Christmas" Gebrülle und insgesamt viel zu wenig Musik. Dafür warm, sehr, sehr warm! Die Parade endete im Founders Park, einem Freilichtmuseum, zu dem wir später noch kommen werden, und nahm Festival-Charakter an.
Waiting for the parade

Christmas-Funkenmariechen??

Ok, now that's christmas!

Burning down the house

One of two Scottish bands

Walking Christmas crib
Slightly scary

Jesus and Maria

Another Christmas crib
Kiwi-horse
At the very end, the star of the Parade!
Santa Claus!

Christmas gathering in the park, looks like the Open Ohr Festival in Mainz :-)
Wir sind über Weihnachten wieder in Anakiwa und werden hoffentlich mit den ganzen Leuten dort mit dem Boot rausfahren zu einem Inselstrand und ein Christmas-Barbeque (BBQ) veranstalten.

Falls ihr nichts mehr hört und seht bis zum nächsten Jahr: Ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und ein frohes Neues Jahr 2011!

Liebe Grüße,

Markus und Christine

P.S.: Wer uns anrufen will, erreicht uns von jetzt an unter unserer eigenen Festnetznummer unter 0064 3 - 5394823

Sonntag, 24. Oktober 2010

Christchurch und Rückreise nach Anakiwa 19. bis 23. Juli + Nicht so schön...

Nach dem Skifahren haben wir zwei Tage in Christchurch verbracht, wo das Auto seine alte Farbe und Markus einen neuen Haarschnitt bekommen haben. Die Überschrift verleitet euch hoffentlich nicht zu der falschen Annahme, dass einer von beiden hinterher nicht ordentlicher aussah als vorher - nein, die Investition hat sich in beiden Fällen gelohnt:-) Und die Stadt hat uns auch ganz gut gefallen. Es gibt eine idyllische Promenade am Fluss entlang, die direkt von der Innenstadt zu unserem Hostel verläuft, nette Cafés, einen Platz vor der Kathedrale, auf dem immer viel los ist, alte Trams, die merkwürdige Wege durch Passagen nehmen, einen Indoor-Busbahnhof und nette Leute, die im Hostel auf dem Korridorfussboden sitzen, um zu telefonieren, weil sie ansonsten nirgends Handyempfang haben.

Altes Gebäudeam River Avon - hier noch vor dem Erdbeben

Gedanken an Napier werden wach, ist aber Christchurch.

Die Kathedrale

Punting on Avon
Wir haben einen prima Tag im Antarctic-Center verbracht und sind auf einem Outdoorparcours mit dem Hägglund herumgefahren worden - das ist das kleine schnelle Fahrzeug, mit dem sie dort ziemlich steil und schräg rumflitzen, Abgründe überbrücken und schwimmen können. In der Kältekammer, in der antarktische Temperaturen und Lichtverhältnisse herrschen, darf man einen Sturm miterleben. Beeindruckend war auch die riesige Leinwand, die Bilder der unberührten Landschaft zeigt. Kurz gesagt: Es war so interessant, dass Antarctica ein weiteres "Da will ich gerne mal hin"-Ziel für Markus geworden ist.

Abends haben wir uns nichtsahnend ins Bett gelegt. Das Hostel liegt übrigens in einer ausgeschilderten "no crusing"-zone. Ich bilde mir aber ein, trotzdem ein paar tiefergelegte Autos vorbeibrausen gehört zu haben. Jedenfalls waren wir mitten in der Nacht wach, als plötzlich die Zimmertür geöffnet wurde. Ich hab einen erschrockenen Laut von mir gegeben, woraufhin wir hörten, wie jemand schnell wegrennt. Da die Nachbarzimmer alle leer sind, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich bloß jemand in der Tür geirrt hat. Sehr beunruhigend. Zum Glück wollten wir am nächsten Tag sowieso nach Picton weiterreisen. Dort kannten wir das Hostel schon (und die Türen lassen sich nur von innen oder mit Schlüssel öffnen) und machten nur einen kurzen Zwischenstopp, um dann weiter nach Nelson zu fahren. Dort ist die letzte Gelegenheit, einen Großeinkauf zu machen und sich gut einzudecken, bevor wir auf den Queen Charlotte-Track und dann ins rural Anakiwa gehen. Außerdem hat Nelson hervorragende Hostels. Wir haben es uns diesmal in der Shortbread-Cottage gemütlich gemacht. Zum Abendessen saßen wir vor dem Kamin und es gab Spaghetti mit Pesto und leider auch einem Fingernagel drin. Sehr ekelhaft. Wir haben mit dem Hersteller Kontakt aufgenommen, der uns dann bat, das Ding einzuschicken. Jetzt hoffen wir, dass sie uns als Ersatz keine neue Pestopackung zukommen lassen, da wir kein Interesse haben, die anderen neun auch noch zu sammeln. Sind gespannt, wie groß Service hier geschrieben wird.

P.S.: Einige Wochen später erreichte uns in Anakiwa ein Entschuldigungsschreiben (" The Quality team have said that it is a finger nail... ") und ein Gutschein.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Skifoan 15.- 19. Juli

Drei Tage in Methven - Mt. Hutt Skifield Village - waren anders als erwartet. Wir sind zwar schon darauf vorbereitet worden, dass Skifahren hier ganz anders ist als in Europa, aber trotzdem waren wir etwas überrascht, in Methven anzukommen und weit und breit nur flaches Land zu sehen.
Ein Schneeball im Juli
Etwas irritierend war auch die Info, dass man mit dem Auto ins Skifield fahren kann und dass das von Methven aus nur ca. 35 Minuten dauert. Das konnten wir erst glauben, als wir es am nächsten Morgen selbst gesehen haben. Die Gravelroad bringt einen direkt zum Parkplatz, an dem zwei von drei Sessellifts beginnen. Willkommen in Neuseelands abwechslungsreichsten Skigebiet.

Mt Hutt - alles innerhalb der Boundary darf befahren werden...
Ratzfatz hatten wir unsere Lieblingspiste identifiziert, denn es gibt nicht gerade viele Abfahrten, nur eine Hütte mit Café und am Lift kann man auch ohne zu warten einsteigen (obwohl noch Schulferien gewesen sind).

Morning Glory, unser Favourite. Blau ist hier übrigens mittelschwer.

Blieb genügend Zeit, um ein paar Fotos zu schießen, den Fotoapparat gemütlich im Auto zu verstauen, den Keas auf dem Parkplatz zuzusehen und wieder mit dem Lift nach oben zu gondeln.

Einer von vielen Keas
Gute Laune im Schnee
Aprés-Ski heißt, wir konnten am Abend zwischen "Blue Pub" und "Brown Pub" wählen. Haben in beiden ein Bierchen getrunken, sind von Kiwis über über die Pferdewettkultur aufgeklärt worden und ein Australier hat uns ganz stolz mitgeteilt, was er auf Deutsch sagen kann: "Miezekatze in de Wald":-)

Der nächste Tag war neblig und mit der Wettermeldung haben wir den Hinweis bekommen, dass Schneeketten nötig sind. Die kann man auf halber Strecke ausleihen. Montiert werden sie von zwei vollkommen in Matsch gekleideten Leuten, die den ganzen Tag dort im Nebel verbringen und offensichtlich sehr viel Spaß dabei hatten. Ich hätte nicht tauschen wollen, denn nur ein paar hundert Meter weiter taucht man aus den Wolken auf und ist in der Sonne.

Nach fast 14km Gravelroad kommt das Skigebiet - alle Lifte im Bild.
Christine vorm Wolkenmeer
Auch am letzten Tag hatten wir Glück mit dem Wetter und v.a. mit unserem Parkplatz. Von dem aus konnten wir direkt die erste Piste hinunter zum Lift, den wir noch gar nicht ausprobiert hatten. Und mit "direkt" meine ich, dass wir die Skier am Auto anschnallen konnten. Eine andere Piste und der Rodelhang enden direkt neben unserem Auto, nice!

Todesmutig "in" der unkontrollierbaren Plastikpfanne.
Das Beste an dem Tag war aber, dass wir uns endlich an das steilste Stück des Skifields getraut haben: Bobs Knob. Dort geht es fast senkrecht runter und auch der beste Schnee hilft nicht: Wenn man das Pech hat hinzufallen, rutscht man den Rest der Strecke auf dem Po (selbst gesehen, zum Glück nicht selbst erlebt). Um dort hinzugelangen fährt man die "Virgin Mile" auf dem Kamm des Hügels vorbei an "Splatter Platter" und kann sich gar nicht entscheiden, in welche Richtung man gucken mag, da die Aussicht überall toll ist.

Die kleinen Punkte in der Mitte sind Skifahrer auf Bobs Knob. Die Virgin Mile geht links auf dem Grat entlang.

Dienstag, 21. September 2010

West Coast II - Greymouth 12.- 15. Juli

Weiter geht unsere Reise von Karamea an der Westküste entlang nach Greymouth. Einen kurzen Stopp haben wir eingelegt, um den Walkway zu Lake Hanlon noch auszuprobieren. Als wir den Hügel hochgegangen waren und auf der anderen Seite herunterschauten, dachten wir, den See in weiter Entfernung schon sehen zu können. Nach einer Minute standen wir plötzlich schon direkt davor. Der See ist so spiegelglatt, dass es ausgesehen hat, als ob die sich spiegelnden Bäume echt seien und es noch ganz weit den Hang hinunter geht. Wir haben lediglich das kleine Stück gespiegelten Himmel für den See gehalten.

Lake Hanlon
Kurz vor Greymouth haben wir uns noch die Pancake Rocks angeschaut. Das sind Felsformationen an der Küste, die aus sehr vielen dünnen Schichten bestehen.

Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente...
Unklar ist, wie diese Schichten entstanden sind. Man weiß nur, dass das Meer die weicheren Schichten zwischen den festeren mit der Zeit herausgespült hat und somit nur noch letztere sichtbar sind, wie aufeinandergestapelte Pfannkuchen. Man kann auf angelegten Wegen dazwischen herumlaufen und sieht unten das Meer toben.

In Greymouth hat uns das Hostel schwer beeindruckt. Das Global Village hat zurecht eines der höchsten BBH-Ratings bekommen. Es ist so einladend und gleichzeitig gut durchdacht, dass wir uns spontan entschlossen haben, drei Nächte zu bleiben, um einen Ausschlaf- und Faulsein-Tag im Hostel zu verbringen.

Hier kann man sich ein Frühstücksei kaufen.
Am nächsten Tag besuchen wir Shanthytown, ein Freilichtmuseum, das die Zeit des Goldrauschs darstellt. Man kann zum Beispiel in einem antiken Laden Süßigkeiten kaufen, ein altes Krankenhaus anschauen und natürlich Gold waschen.

$5 bezahlt, $5 Gold gefunden, Zufall?
Unsere Reise geht weiter über den Arthur's Pass zum Skifahren auf Mount Hutt. Wir kommen durch Otira, ein Ort, der im Moment zum Verkauf steht. Wenn jemand von euch Lust hat, Otira Hotel und den Rest des Dorfes (der aus ca. 5 Häusern besteht) zu besitzen, hier bietet sich die Gelegenheit. Kostet nur $ 1,2 Millionen.
Otira - der kleine Ort versteckt sich hinter dem Schild
Der Arthur`s Pass bietet eine top Kulisse. Je weiter man fährt, desto mehr schneebedeckte Berge tauchen auf.

Arthur`s Pass - Von Greymouth nach Christchurch
Wir halten an einem Aussichtspunkt, wo sich ein Kea für unser Auto interessiert.

"Noch dreimal schnäbeln und das Ding ist ab!"
Es soll schon vorgekommen sein, dass Touristen ihr Auto ohne die Windschutzscheibe vorgefunden haben, weil ein Kea sich an der Gummidichtung zu schaffen gemacht und diese ganz ordentlich entfernt hat. Die Keas tauchen dort auf, wo interessante Gegenstände zu finden sind, meistens irgendetwas von uns Menschen. Keas sind sehr intelligent, lernen durch Zuschauen und versuchen, alles Mögliche mit ihren Schnäbeln auseinanderzunehmen, zu bewegen und zu analysieren. Außerdem erhoffen sie sich, gefüttert zu werden. Das Problem ist, dass sie vom Menschen abhängig werden, je mehr Futter sie erhalten.