Dienstag, 19. Oktober 2010

Skifoan 15.- 19. Juli

Drei Tage in Methven - Mt. Hutt Skifield Village - waren anders als erwartet. Wir sind zwar schon darauf vorbereitet worden, dass Skifahren hier ganz anders ist als in Europa, aber trotzdem waren wir etwas überrascht, in Methven anzukommen und weit und breit nur flaches Land zu sehen.
Ein Schneeball im Juli
Etwas irritierend war auch die Info, dass man mit dem Auto ins Skifield fahren kann und dass das von Methven aus nur ca. 35 Minuten dauert. Das konnten wir erst glauben, als wir es am nächsten Morgen selbst gesehen haben. Die Gravelroad bringt einen direkt zum Parkplatz, an dem zwei von drei Sessellifts beginnen. Willkommen in Neuseelands abwechslungsreichsten Skigebiet.

Mt Hutt - alles innerhalb der Boundary darf befahren werden...
Ratzfatz hatten wir unsere Lieblingspiste identifiziert, denn es gibt nicht gerade viele Abfahrten, nur eine Hütte mit Café und am Lift kann man auch ohne zu warten einsteigen (obwohl noch Schulferien gewesen sind).

Morning Glory, unser Favourite. Blau ist hier übrigens mittelschwer.

Blieb genügend Zeit, um ein paar Fotos zu schießen, den Fotoapparat gemütlich im Auto zu verstauen, den Keas auf dem Parkplatz zuzusehen und wieder mit dem Lift nach oben zu gondeln.

Einer von vielen Keas
Gute Laune im Schnee
Aprés-Ski heißt, wir konnten am Abend zwischen "Blue Pub" und "Brown Pub" wählen. Haben in beiden ein Bierchen getrunken, sind von Kiwis über über die Pferdewettkultur aufgeklärt worden und ein Australier hat uns ganz stolz mitgeteilt, was er auf Deutsch sagen kann: "Miezekatze in de Wald":-)

Der nächste Tag war neblig und mit der Wettermeldung haben wir den Hinweis bekommen, dass Schneeketten nötig sind. Die kann man auf halber Strecke ausleihen. Montiert werden sie von zwei vollkommen in Matsch gekleideten Leuten, die den ganzen Tag dort im Nebel verbringen und offensichtlich sehr viel Spaß dabei hatten. Ich hätte nicht tauschen wollen, denn nur ein paar hundert Meter weiter taucht man aus den Wolken auf und ist in der Sonne.

Nach fast 14km Gravelroad kommt das Skigebiet - alle Lifte im Bild.
Christine vorm Wolkenmeer
Auch am letzten Tag hatten wir Glück mit dem Wetter und v.a. mit unserem Parkplatz. Von dem aus konnten wir direkt die erste Piste hinunter zum Lift, den wir noch gar nicht ausprobiert hatten. Und mit "direkt" meine ich, dass wir die Skier am Auto anschnallen konnten. Eine andere Piste und der Rodelhang enden direkt neben unserem Auto, nice!

Todesmutig "in" der unkontrollierbaren Plastikpfanne.
Das Beste an dem Tag war aber, dass wir uns endlich an das steilste Stück des Skifields getraut haben: Bobs Knob. Dort geht es fast senkrecht runter und auch der beste Schnee hilft nicht: Wenn man das Pech hat hinzufallen, rutscht man den Rest der Strecke auf dem Po (selbst gesehen, zum Glück nicht selbst erlebt). Um dort hinzugelangen fährt man die "Virgin Mile" auf dem Kamm des Hügels vorbei an "Splatter Platter" und kann sich gar nicht entscheiden, in welche Richtung man gucken mag, da die Aussicht überall toll ist.

Die kleinen Punkte in der Mitte sind Skifahrer auf Bobs Knob. Die Virgin Mile geht links auf dem Grat entlang.

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