In den Coromandels haben wir mit Taschenlampen alte Goldminen durchstreift und die ersten Glühwürmchen getroffen. Die beiden Hostels hatten wir fast für uns allein. Kaum zu glauben, dass diese Gegend im Sommer total angesagt ist. Schon auf dem Weg sind wir durch einen verschlafenen Ort nach dem anderen gefahren und im Hostel konnten wir uns überall ausbreiten.
Es macht total Spaß auf Neuseelands Straßen unterwegs zu sein. Vom Auto aus kann man ganz viel sehen. Meistens hat man einen tollen Blick auf`s Meer. Wir haben uns angewöhnt viele Stopps zu machen, kurze Walks und alles anzuschauen, was halbwegs auf der Strecke liegt. Auf dem Weg zur Karangahake Gorge war das die legendäre "The 309 Gravelroad", ein lustiger Wasserpark und beeindruckend große Kauribäume und natürlich Wasserfälle.
Direkt gegenüber des "Golden Owl" in besagter Gorge beginnen sehr schöne Walks. Unbedingt zu empfehlen ist der Windows-Walk (ca. 1 Stunde).
Leider mussten wir einen Regentag abwarten, bis wir losgehen konnten, da wir den Windows-Walk in eine lange Tour integriert hatten. In der Zwischenzeit hat unser Auto eine neue Scheibenwischerverkabelung bekommen und wir haben nebenan leckere Weine probiert. Danach hat Markus die Homepage des Hostels aktualisiert und wir durften dafür einmal gratis übernachten. Die Besitzer sind sehr nett gewesen. Wir hoffen, dass sie würdige Nachfolger finden, wenn sie nächstes Jahr nach Schottland auswandern, um dort in Ruhestand zu gehen.Unser nächstes Ziel war Taupo. Im Hochseilgarten haben wir Glen [spriech Glien] kennen gelernt, der uns zwei Tage später mit zum Fischen genommen hat. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir mit seinem coolen Boot auf dem Lake Taupo rumgekurvt und haben zwei leckere riesige Forellen erbeutet. Im Hostel haben wir Tanja kennen gelernt - ansonsten war`s dort leider nicht so toll, weil sehr voll.
Die gefangenen Fische wurden zwei wertvollen Weiterverarbeitungsmethoden unterzogen: Einmal frisch in Alufolie im Ofen zubereitet, mit Gemüse und Butter bei die Fisch, und der andere kam in die Räucherkammer. Beides war sehr gut und sehr reichlich!!!
Das Taupo Pflichtprogramm haben wir natürlich auch durchgezogen: Die Huka Falls besichtigen, inklusive einem Todesmutigen der sich in einem Mini-Kajak da hinuntergestürzt hat und was ebenfalls zu empfehlen ist, die Aratiata Stromschnellen. Größer und interessanter als die Huka-Falls aber nur zu bestimmten Uhrzeiten, also vorher nachschauen.
Klamotten einkaufen und mal ins Kino gehen (Saving Private Robin Hood, falls den neuen Robin Hood schon jemand gesehen hat, weiß er was wir damit meinen) waren Dinge, die sich so normal angefühlt haben, dass wir gar nicht das Gefühl hatten auf Reisen zu sein. Auch ganz nett.
Nach einigem Überlegen und Karte wälzen ging es weiter in den Tongariro National Park. Im Edel-Double und mit großem Hot-Spa ausgestattetem Hostel/Motel wollten wir auf gutes Wetter für das Tongariro Crossing warten. Schon am nächsten Morgen hatten wir Glück und erfuhren um 7:30 das es schon um 8 Uhr losgeht. Aber wir waren ja vorbereitet. Der Walk wurde seit Markus letztem Besuch deutlich entschärft. Der steile Anstieg (Devils Stairs) geht jetzt über einen geschwungenen gut ausgebauten Weg die 700 Höhenmeter nach oben. Immer noch anstrengend, aber dank gutem Training für uns ein leichtes Spiel. Oben angekommen hatten wir eine tolle Aussicht bei klarem blauen Himmel und der Schicksalsberg grüßte beeindruckend zu uns herüber. Auf den anderen Gipfeln konnten wir schon Schnee erkennen.
Auf der weiteren Strecke kamen wir über schon gefrorenen Boden ganz zum höchsten Punkt der Tour. Der Weg in diesem Abschnitt war nicht ganz ohne.
Nach einer laaaangen Pause an der letzten Hütte, die zum Tongariro Circuit gehört, begannen wir den Abstieg auf der gegenüberliegenden Seite zum Busparkplatz, wo wir in der Sonne warteten und uns fast direkt in den vorher gemieteten Hot-Spa bringen ließen.
Weiter geht es demnächst, mit heißen News über unsere neue Staatsbürgerschaft...













