Freitag, 28. Mai 2010

Wir leben noch!

Unser letzter Eintrag ist zugegebenermaßen ganz schön lange her - dafür haben wir nun auch jede Menge zu erzählen. Wir haben in der Zwischenzeit so viel gesehen und erlebt, dass es uns schwer fällt, für euch die Highlights herauszupicken.

In den Coromandels haben wir mit Taschenlampen alte Goldminen durchstreift und die ersten Glühwürmchen getroffen. Die beiden Hostels hatten wir fast für uns allein. Kaum zu glauben, dass diese Gegend im Sommer total angesagt ist. Schon auf dem Weg sind wir durch einen verschlafenen Ort nach dem anderen gefahren und im Hostel konnten wir uns überall ausbreiten.
Es macht total Spaß auf Neuseelands Straßen unterwegs zu sein. Vom Auto aus kann man ganz viel sehen. Meistens hat man einen tollen Blick auf`s Meer. Wir haben uns angewöhnt viele Stopps zu machen, kurze Walks und alles anzuschauen, was halbwegs auf der Strecke liegt. Auf dem Weg zur Karangahake Gorge war das die legendäre "The 309 Gravelroad", ein lustiger Wasserpark und beeindruckend große Kauribäume und natürlich Wasserfälle.

Ihr habt abgestimmt :-)

Direkt gegenüber des "Golden Owl" in besagter Gorge beginnen sehr schöne Walks. Unbedingt zu empfehlen ist der Windows-Walk (ca. 1 Stunde).
Leider mussten wir einen Regentag abwarten, bis wir losgehen konnten, da wir den Windows-Walk in eine lange Tour integriert hatten. In der Zwischenzeit hat unser Auto eine neue Scheibenwischerverkabelung bekommen und wir haben nebenan leckere Weine probiert. Danach hat Markus die Homepage des Hostels aktualisiert und wir durften dafür einmal gratis übernachten. Die Besitzer sind sehr nett gewesen. Wir hoffen, dass sie würdige Nachfolger finden, wenn sie nächstes Jahr nach Schottland auswandern, um dort in Ruhestand zu gehen.

Hier bitte die Indiana Jones Melodie pfeifen!

Unser nächstes Ziel war Taupo. Im Hochseilgarten haben wir Glen [spriech Glien] kennen gelernt, der uns zwei Tage später mit zum Fischen genommen hat. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir mit seinem coolen Boot auf dem Lake Taupo rumgekurvt und haben zwei leckere riesige Forellen erbeutet. Im Hostel haben wir Tanja kennen gelernt - ansonsten war`s dort leider nicht so toll, weil sehr voll.
Die gefangenen Fische wurden zwei wertvollen Weiterverarbeitungsmethoden unterzogen: Einmal frisch in Alufolie im Ofen zubereitet, mit Gemüse und Butter bei die Fisch, und der andere kam in die Räucherkammer. Beides war sehr gut und sehr reichlich!!!

Man beachte auch das NZ Music Month limited Edition T-Shirt!

Das Taupo Pflichtprogramm haben wir natürlich auch durchgezogen: Die Huka Falls besichtigen, inklusive einem Todesmutigen der sich in einem Mini-Kajak da hinuntergestürzt hat und was ebenfalls zu empfehlen ist, die Aratiata Stromschnellen. Größer und interessanter als die Huka-Falls aber nur zu bestimmten Uhrzeiten, also vorher nachschauen.
Klamotten einkaufen und mal ins Kino gehen (Saving Private Robin Hood, falls den neuen Robin Hood schon jemand gesehen hat, weiß er was wir damit meinen) waren Dinge, die sich so normal angefühlt haben, dass wir gar nicht das Gefühl hatten auf Reisen zu sein. Auch ganz nett.

Nach einigem Überlegen und Karte wälzen ging es weiter in den Tongariro National Park. Im Edel-Double und mit großem Hot-Spa ausgestattetem Hostel/Motel wollten wir auf gutes Wetter für das Tongariro Crossing warten. Schon am nächsten Morgen hatten wir Glück und erfuhren um 7:30 das es schon um 8 Uhr losgeht. Aber wir waren ja vorbereitet. Der Walk wurde seit Markus letztem Besuch deutlich entschärft. Der steile Anstieg (Devils Stairs) geht jetzt über einen geschwungenen gut ausgebauten Weg die 700 Höhenmeter nach oben. Immer noch anstrengend, aber dank gutem Training für uns ein leichtes Spiel. Oben angekommen hatten wir eine tolle Aussicht bei klarem blauen Himmel und der Schicksalsberg grüßte beeindruckend zu uns herüber. Auf den anderen Gipfeln konnten wir schon Schnee erkennen.

Nach dem Aufstieg im South-Crater.

Auf der weiteren Strecke kamen wir über schon gefrorenen Boden ganz zum höchsten Punkt der Tour. Der Weg in diesem Abschnitt war nicht ganz ohne.

Say Hello to Mt. Doom!

Nach einer laaaangen Pause an der letzten Hütte, die zum Tongariro Circuit gehört, begannen wir den Abstieg auf der gegenüberliegenden Seite zum Busparkplatz, wo wir in der Sonne warteten und uns fast direkt in den vorher gemieteten Hot-Spa bringen ließen.

Weiter geht es demnächst, mit heißen News über unsere neue Staatsbürgerschaft...

Dienstag, 18. Mai 2010

Mal so zwischendurch ein Hinweis...

Don't miss it:

The Open Ohr in Mainz http://www.openohr.de/

Dieses Jahr wohl, nach unser Infolage, auch was für diejenigen die ihre Männlichkeit durch Zelten beweisen wollen :-)

Ich vermiss auch jetzt schon alle und wünsch euch allen Spaß den man nur haben kann und gutes Wetter! Wird mein erstes Ohr seit 14 Jahren (glaube ich) dass ich verpasse.

Have viel Fun!

Markus

Samstag, 8. Mai 2010

Vom East Cape nach Coromandel

Beim Frühstück auf der Terrasse von Brian`s Place dachten wir noch, dass wir heute weiterreisen...
...aber dann hat uns Kira zu dieser Wanderung überredet und wir sind dem Zaun hinauf gefolgt, bis wir einen ganz tollen Ausblick hatten.
Steil bis hierher...

Kira kommt übrigens aus Schweden und ist schon in ihrer ersten Neuseeland-Woche hier hängengeblieben, das mag an Edu liegen, dem Muskel bepackten Baumfäller und Rugbyspieler aus Tokomaru Bay. Jetzt managed sie das Hostel, hat uns mehr als freundlich aufgenommen und wir sind fast schon Freunde geworden und haben die Abende gemeinsam verbracht und zusammen gekocht. Der Abschied fiel uns und ihr sehr schwer.

Am nächsten Tag sind wir dann wirklich weitergereist mit Zwischenstopp an der langen Wharft.
Der rote Fleck ist übrigens Christine :-)

Dann ging`s weiter zur Cook`s Cove. Der erste echte offizielle DOC Walk, insgesamt waren wir ca. 3.5 Stunden unterwegs (mit Pause und gucken und allem) und es ging teilweise böse bergauf und bergab. Aber es hat sich wirklich gelohnt. Für das Bild unten stehen wir noch auf dem ersten Look-Out, später waren wir dann am Ende der Bucht, an der Captain James Cook damals angelandet ist.
Dieses Bild ist kein Fake!
Nach einer letzten East Cape-Nacht in Gisborne treten wir die Weiterreise auf dem direkten Weg über Opotiki an und entdecken auf dem Weg noch diese Hängebrücke, die ins Nichts führt.
Damit endet unser Besuch am East Cape, aber wir werden wieder kommen und in unser Lieblingshostel Brian`s Place zurückkehren.

Das East Cape ist auf jeden Fall einen Besuch wert, man muss sich aber Zeit lassen, gerade weil es eben keine Touri-Highlights gibt. Dafür wird man mit dem besten Neuseelandwetter belohnt (ganzjährig), kleinen Entdeckungen, selbstgefischtem Abendessen und atemberaubend schöner Landschaft und ziemlich wenigen Menschen. Zu essen und genügend Benzin im Tank sollte man allerdings noch in Opotiki oder Gisborne besorgen. Fährt man von Gisborne aus, hat man übrigens Vorfahrt auf allen one lane bridges; wir kamen natürlich von Opotiki, mussten aber trotzdem nie warten.

Weiter geht`s Richtung Coromandels...

Christine und Markus

Sonntag, 2. Mai 2010

East Cape

Maraehako Bay - unsere Frühstücksterrasse mit Blick auf`s Meer, wo Markus geschwommen ist und wir zum Fischen mitgenommen wurden.

Ausflug zu einem abgelegenen Wasserfall, dessen Fluss man auf dem Weg mehrfach überqueren muss.
Die Reise ging über Opotiki an der Küste entlang.

Tokomaru Bay - Wir sind jetzt in einem wunderschönen top ausgestatteten, familiären Hostel, dass sich prima zum Faulenzen eignet. Man braucht noch nicht mal an den Strand zu gehen, da man das Meer auch von hier aus sieht, hört und riecht. Gestern Abend haben wir mit allen hier im Hostel gegrillt. Ansonsten treffen wir schon auf bekannte Gesichter und unterstützten Tokomaru United, das lokale Rugby-Team, beim gestrigen Spiel. Die Hostel-Katze hat uns auch schon in ihr Herz geschlossen und zum ersten Mal wurde es draußen merklich kühler. Daher machen wir uns morgen wieder aus dem Staub...

Samstag, 1. Mai 2010

New Car



Nach unserer produktiven Woche in Rotorua sind wir der Wettervorhersage folgend Richtung East Cape gefahren. Das neue Auto läuft prima und wir haben schon viele bewundernde Worte dafür geerntet. Die Leute aus dem Hostel in Rotorua haben sich zuerst lustig über uns gemacht und uns "the one-weekers" genannt, weil sie kaum glauben konnten, dass mal jemand länger bleibt als nur für zwei Übernachtungen. Am Ende der Woche hatten sie uns wohl aufgegeben und waren um so überraschter, als wir mit dem Schnäppchen ("Best buy I have ever seen!") in Form eines topgepflegten (Scheckheft!) Toyota Camry Station Wagon ankamen. Der Check beim Mechaniker (inkl. Ölwechsel) hat ergeben, dass wirklich alles in Ordnung ist - und nicht nur das: Wenn der Wagen reden könnte, würde er davon erzählen, dass er 1993 als einer der ersten Toyota Camrys, die für Neuseeland hergestellt wurden, als Preis an den Vorbesitzer verschenkt wurde - scheinbar ein Auto für Gewinnertypen ;-)
Die Besitzer haben uns sogar noch bei der Ummeldung unterstützt und den Wagenheber vorbeigebracht und waren auch sonst sehr nett und vertrauensselig. Der einzige Wermutstropfen war der fehlende linke Außenspiegel, den wir auf dem Schrottplatz aufgetrieben haben und den Markus nach 1 Stunde basteln auch an die Elektrik anschließen konnte.
Mit dem Auto, Bankkonto und Steuernummer ging es dann endlich wieder auf Achse.