Freitag, 13. August 2010

Reisebericht - continued: Rotorua II & Napier 9.-18. Juni

Wir hatten unsere ersten Gäste! Ein deutsches Pärchen, die einfach so kamen, und zwei Kiwis aus Christchurch, die dem schlechten Wetter entfliehen wollten. Besonders mit letzteren haben wir uns hervorragend verstanden und konnten sie sogar zu einer weiteren Nacht überreden. Dabei haben wir die Adressen und Einladungen nach Christchurch bekommen.
Bis Gestern hat auch das Wetter toll mitgespielt und wir haben nicht nur Farbe bekommen, sondern der Bogen ist auch fertig geworden. Zeit für ein neues Projekt. Erstmalst sind wir als Selbstversorger aktiv geworden und haben uns am Steg Muscheln geholt. Dazu muss man mit dem Bötchen heranfahren, weil an den einfachen Stellen schon alles abgeerntet ist. Die Zubereitung ist im Vergleich zu gekauften Muscheln zwar aufwendiger, aber man freut sich um so mehr darauf.
Seit heute regnet es allerdings wie aus der Gießkanne und zwar seit über 12 Stunden! Ein Ende ist nicht in Sicht.

Aber nun endlich zum Reisebericht:

Nachdem wir das Northland verlassen haben sind wir auf einen zweiten Besuch nach Rotorua. Der eigentliche Zweck war ein Check am Auto, aber wir haben die Zeit auch anderweitig genutzt und eher unübliche Dinge besucht:

Z.B. den Wingspan Trust der sich um die Versorgung verwundeter Raubvögel und deren Aufzucht kümmert. Übrigens die einzige neuseeländische Falknerei, die natürlcih täglich auch eine Vorführung macht. Eine schöne Gelegenheit, den seltenen New Zealand Falcon zu sehen und auf die Hand zu nehmen.

New Zealand Falcon - schnell wie eine Rakete!

Wenn man die Zeit hat, sollte man einmal um den Lake Rotorua herumfahren. Dabei ist ein Stopp in Hamurana Pflicht! Man überquert einen flachen, selbst für neuseeländische Verhältnisse extrem klaren Fluß. Folgt man diesem, kommt man nach ca. 15min Fußweg an den Ursprung: eine einzige Quelle, aus der pro Sekunde 1250l Wasser entspringen und die direkt einen See bildet, da sie in einem ca. 15m tiefen Loch entspringt. Münzen reinwerfen bringt vielleicht Glück, aber auf jeden Fall Spaß, da es sehr lange dauern kann, bis die Münze irgendwo landet. Einmal im Jahr werden sie rausgefischt und kommen einem guten Zweck zu.

Dank der Spiegelung erkennt man, dass hier Wasser fließt.
Hat man dann noch nicht genug, sollte man die Gelegenheit nutzen ein Löwenbaby zu streicheln. In Neuseelands einziger Löwenzucht mit angeschlossenem Zoo. Ein besonderes Fest sind die wilden Vögel, die es gelernt haben den Besuchern das Tierfutter zu klauen und einem aus der Hand fressen.

Noch isser lieb...
Ein Spaziergang im Redwood Forest darf natürlich bei keinem Besuch fehlen.

Am Waldesrand steht ein kleines Bäumchen
Anschließend ging es weiter nach Napier. Die Straße dorthin bietet grandiose Aussichten und am einzigen Lookout sollte man nicht nur abbiegen sondern am Ziel auch aussteigen. Aus dem Auto sieht man den spektakulären Wasserfall nämlich nicht! Was uns beinahe und Leuten im später kommenden Auto auf jeden Fall passiert ist. Das Bild wird euch aber erspart.

Markus


Der Highway von Rotorua nach Napier führt lange durch bewaldete Hügel, bei deren Anblick man Lust bekommt, sie zu durchstreifen. Ein Großteil der Strecke bietet aber weder die Möglichkeit anzuhalten, noch gibt es sonst irgendwas zu sehen außer Wald, Wald, Wald. Sehr schön und für mich auch passend, da ich gerade "Der kleine Hobbit" lese und die Landschaft hier öfters wie die Kulisse dazu ist.
In Napier haben wir bei einem schönen Spaziergang noch mal ordentlich Sonne abbekommen.

Markus und Rosemary

An den vielen bunten Art Déco-Häusern in der Innenstadt sind wir vorbei durch einen Park den Hügel hoch, von wo man nicht nur eine top Aussicht auf den Hafen hat, sondern auch ewig weit die Küste entlang sehen kann. Auf dem Weg haben wir auch eine Frau aus Malta getroffen, die ganz entzückt war, dass wir ihre Insel kennen:-)

typischer Art Déco-Anblick in Napier

Am Abend haben wir uns im Spa entspannt, bei 38 Grad Wassertemperatur kühle Napier Nachtluft geschnuppert und den neusten Kiwitratsch mitbekommen.
Am nächsten Tag haben wir an einer so genannten Weintour teilgenommen: drei Wineries besichtigt und deren Wein probiert, Vineyards gezeigt bekommen und zwischendurch ganz viele Infos erhalten, z.B. dass um den Wein vor Frost zu schützen, manchmal sogar Helikopter eingesetzt werden, die die wärmere Luft zu den Reben wirbeln.

Schafe überall, sogar im Vineyard

Die Weine waren fast alle lecker (pro Winery 5-8 Sorten probiert), aber ich habe mich noch immer nicht an den Gedanken gewöhnt, dass es nur eine einzige Winery in NZ gibt, die ihren Wein ohne Hilfe von Fisch-, Ei- oder Milchprodukten herstellt.

Frühstück im Groove Kitchen, New Zealands famous award winning Café in Napier

Ansonsten ist Napier wenig spektakulär; nach Sonnenuntergang fällt die Weihnachtsbeleuchtung auf - davon haben wir schon berichtet.
Auf der Weiterreise Richtung Wellington haben wir noch einen Stopp bei "Te Mata Peak" gemacht, ein Hügel mit fantastischer Aussicht nicht weit von Hastings, wo man schöne kleinere Spaziergänge machen kann.

Blick von Te Mata Peak

Hatte dort das Gefühl, in einer Märklin-Landschaft zu stehen.

Christine

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