Der nächste Stopp ist Harwood`s Hole.
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| Lunch auf dem Campingplatz, kalt aber sonnig;-) |
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| auf dem Weg zu Harwood`s Hole... |
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| Aussichtspunkt bei Harwood`s Hole |
Weiter geht die kurvenreiche Fahrt über die Hügel - man hat das Gefühl, wirklich weit ab vom Schuss zu sein.
Das kleine Hostel in der Nähe von Takaka ist sehr gemütlich und die Besitzer nett. Man merkt sofort, dass sie selbst schon viel gereist sind. In der Lounge hängen Weltkarten, in denen ihre Motorradtouren eingezeichnet sind, und wir bekommen prima Tipps, wie wir den nächsten Tag verbringen können. Wir entscheiden uns aber erstmal auszuschlafen und dann gemütlich zu frühstücken. In der Sonne zu sitzen hebt die Stimmung sehr und lässt uns hoffen, dass der Winter in Neuseeland doch nicht so fies wird. Ein perfekter Tag, um die Waikoropupu Springs anzuschauen, mit 90 000 Liter Wasser pro Minute die größte Süßwasserquelle Neuseelands.
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| Pupu Springs bei Takaka |
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| Schiff und Café |
Der nächste Tag ist Markus Geburtstag. Es gibt einen Kuchen, ein Geschenk, ein Teelicht und wir sind in Aufbruchsstimmung. Wir besuchen noch schnell die Schafe (ausnahmsweise rennen sie nicht vor uns weg!) hinter dem Hostel und entdecken ein altes ausgebautes Wohn-Irgendwas mit Rädern unten dran.
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| Hier scheint noch jemand zu wohnen. |
Kurz vor der Abfahrt kommen wir mit dem Hostelbesitzer ins Gespräch über den leckeren Kaffee, den das Hostel für die Gäste bereitstellt. Das kleine Schild "Totally Roasted" verrät die Bezugsquelle: eine Kaffeerösterei direkt um die Ecke. Doch irgendwie scheint da was nicht zu stimmen... Unser Gegenüber verrät uns, dass der Kaffee den wir trinken von einer anderen Rösterei kommt, zu der sie vor kurzem gewechselt sind. Gründe gibt es einige, z.B. dass die Besitzer von Totally Roasted einen schräg anschauen, wenn man 5kg Kaffee kauft; sie wären doch keine Fabrik, oder dass man nach mehr als 8 Jahren als Dauer-Kunde immer noch unbekannt zu sein scheint, oder keine Tasse Kaffee angeboten bekommt, während man wartet. Aber eher ausschlaggebend ist wohl der raue Ton den Kunden gegenüber, der der Rösterei den Spitznamen "Totally Rude" (also total unverschämt/rüde) eingebracht hat. Es sind wohl schon Leute in die lokale Bar gekommen, die sich über den Umgangston beschwert haben und die Umbenennung vorgeschlagen haben, worauf das ganze Lokal nur wissend nickte und bestätigte, dass der Name in der ganzen Gegend durchaus üblich ist.
Wir sind auch jetzt gerade in der Golden Bay. Haben ein Hostel in Takaka gefunden, in dem wir für 2 Stunden am Tag Mithelfen kostenlos wohnen können. Das Kiwiana hat gestern nach drei Monaten Winterpause wieder geöffnet, Gäste haben sich noch nicht blicken lassen. Das Wetter ist ziemlich unbeständig, manchmal kommt viel Wasser vom Himmel - jetzt gerade sitzen wir auf der schönen Terrasse in der Sonne. Man kann von hier aus Berge sehen, deren Gipfel bis vor Kurzem noch mit Schnee bedeckt waren. Der Frühling ist vor allem wegen der blühenden Kirsch- und Magnolienbäume nicht mehr zu übersehen. Vom Erdbeben haben wir hier nichts gemerkt, aber die Medien berichten über nichts anderes mehr als vom Chaos in Christchurch. Die Situation dort wird schlimmer, da es noch immer Nachbeben gibt. Mehr als 100.000 Häuser sind stark beschädigt und die Innenstadt wurde gesperrt, da die großen Geschäftsgebäude einsturzgefährdet sind. Außerdem ist die Stadt wegen der vielen Rohrbrüche überflutet. Feuer gibt es sogut wie keine, da es keine Gasleitungen gibt. Die Häuser haben eigene Gasflaschen. Die Stromversorgung ist soweit wiederhergestellt und Hilfe rollt an, vor allem in Form von Tanklastern mit Trinkwasser. Natürlich ist es auch politisch ein großes Thema: Viele Häuser sind nicht versichert und der Staat hilft nur bis 100.000$ Schäden. Andere Häuser standen auf Untergrund der eigentlich nicht hätte bebaut werden dürfen. Auch in der Umgegend ist einiges los, da das Epizentrum dort lag. Allerdings ist die Gegend wenig besiedelt. Glück im Unglück und fast schon ein Wunder für alle ist aber, dass es keine Toten und nur wenige Verletzte gibt. Nur am Wasser sind jetzt weitere erkrankt, da sie es nicht abgekocht haben und nicht klar ist, was alles ins Trinkwasser geflossen ist. Trotz allem geht es weiter und die Aufräumarbeiten haben begonnen. Die Fluten in Australien haben schon die Hoheit im Fernsehen übernommen. Und wir sind froh, dass wir uns doch gegen Christchurch entschieden haben. Beinahe wären wir nämlich dort gelandet.






wieder einmal ein schönes stück bericht!
AntwortenLöschender wohnanhänger gefällt mir ;)
und nach der nennung von markus´ geburtstag, weiss ich nun auch wie viel ihr zeitlich in den berichten zurück hängt *fg*
grüssle
flo
kommentar ist mit error 503 abgeschmiert, a&w
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