Sonntag, 24. Oktober 2010

Christchurch und Rückreise nach Anakiwa 19. bis 23. Juli + Nicht so schön...

Nach dem Skifahren haben wir zwei Tage in Christchurch verbracht, wo das Auto seine alte Farbe und Markus einen neuen Haarschnitt bekommen haben. Die Überschrift verleitet euch hoffentlich nicht zu der falschen Annahme, dass einer von beiden hinterher nicht ordentlicher aussah als vorher - nein, die Investition hat sich in beiden Fällen gelohnt:-) Und die Stadt hat uns auch ganz gut gefallen. Es gibt eine idyllische Promenade am Fluss entlang, die direkt von der Innenstadt zu unserem Hostel verläuft, nette Cafés, einen Platz vor der Kathedrale, auf dem immer viel los ist, alte Trams, die merkwürdige Wege durch Passagen nehmen, einen Indoor-Busbahnhof und nette Leute, die im Hostel auf dem Korridorfussboden sitzen, um zu telefonieren, weil sie ansonsten nirgends Handyempfang haben.

Altes Gebäudeam River Avon - hier noch vor dem Erdbeben

Gedanken an Napier werden wach, ist aber Christchurch.

Die Kathedrale

Punting on Avon
Wir haben einen prima Tag im Antarctic-Center verbracht und sind auf einem Outdoorparcours mit dem Hägglund herumgefahren worden - das ist das kleine schnelle Fahrzeug, mit dem sie dort ziemlich steil und schräg rumflitzen, Abgründe überbrücken und schwimmen können. In der Kältekammer, in der antarktische Temperaturen und Lichtverhältnisse herrschen, darf man einen Sturm miterleben. Beeindruckend war auch die riesige Leinwand, die Bilder der unberührten Landschaft zeigt. Kurz gesagt: Es war so interessant, dass Antarctica ein weiteres "Da will ich gerne mal hin"-Ziel für Markus geworden ist.

Abends haben wir uns nichtsahnend ins Bett gelegt. Das Hostel liegt übrigens in einer ausgeschilderten "no crusing"-zone. Ich bilde mir aber ein, trotzdem ein paar tiefergelegte Autos vorbeibrausen gehört zu haben. Jedenfalls waren wir mitten in der Nacht wach, als plötzlich die Zimmertür geöffnet wurde. Ich hab einen erschrockenen Laut von mir gegeben, woraufhin wir hörten, wie jemand schnell wegrennt. Da die Nachbarzimmer alle leer sind, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich bloß jemand in der Tür geirrt hat. Sehr beunruhigend. Zum Glück wollten wir am nächsten Tag sowieso nach Picton weiterreisen. Dort kannten wir das Hostel schon (und die Türen lassen sich nur von innen oder mit Schlüssel öffnen) und machten nur einen kurzen Zwischenstopp, um dann weiter nach Nelson zu fahren. Dort ist die letzte Gelegenheit, einen Großeinkauf zu machen und sich gut einzudecken, bevor wir auf den Queen Charlotte-Track und dann ins rural Anakiwa gehen. Außerdem hat Nelson hervorragende Hostels. Wir haben es uns diesmal in der Shortbread-Cottage gemütlich gemacht. Zum Abendessen saßen wir vor dem Kamin und es gab Spaghetti mit Pesto und leider auch einem Fingernagel drin. Sehr ekelhaft. Wir haben mit dem Hersteller Kontakt aufgenommen, der uns dann bat, das Ding einzuschicken. Jetzt hoffen wir, dass sie uns als Ersatz keine neue Pestopackung zukommen lassen, da wir kein Interesse haben, die anderen neun auch noch zu sammeln. Sind gespannt, wie groß Service hier geschrieben wird.

P.S.: Einige Wochen später erreichte uns in Anakiwa ein Entschuldigungsschreiben (" The Quality team have said that it is a finger nail... ") und ein Gutschein.

2 Kommentare:

  1. Mhh... wie lecker!
    Mich würde mal interessieren, wofür der Gutschein war (für Pesto?) und ob ihr ihn eingelöst habt (für was?)?

    Viele Grüße

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  2. Hihi, der Gutschein war für Watties (Heinz) Produkte jeglicher Art, einzulösen in jedem Supermarkt. Wir haben uns entschieden nicht die restlichen neun zu sammeln und uns stattdessem mit gefrorenem Gemüse etc. eingedeckt.

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